21. HAMERLINGTURNIER, 4.9.2010, ZWETTL

Mehr Teilnehmer als 2008!

Dass Schach geistig fit hält, beweist der älteste Teilnehmer Walter Graf aus Litschau, der trotz seiner neunzig Jahre ein ausdauernder Schachspieler geblieben ist.

Mit einer aus zwölf Spielern bestehenden, überaus starken Abordnung aus unserem Nachbarland Tschechien - vor allem vom befreundeten Schachklub aus Brünn - kam frischer Wind in die lokale Schachszene. Aber auch heimische Vertreter aus Ybbs, St. Pölten, Linz und Böheimkirchen bevölkerten das sehr glatte Schachparkett, bei dem aber so mancher „Ausrutscher“ eine bessere Platzierung zunichte machte.

Von den vier gestarteten weiblichen Akteuren schnitt das hoffnungsvolle Schachtalent Lisa Hapala aus Krems noch vor ihrer Mutter DDr. Michaela Hapala am besten ab und eroberte den Damenpreis. Den Preis als bester Waldviertler kassierte der für Zwettl gestartete Waidhofner DI Gerhard Illner, den Seniorenpreis eroberte Lubos Trojan vom SK Polabiny (Cze). Der Litschauer Patrick Schuh wurde als bester Schüler prämiiert, den Jugendpreis konnte Martin Hosek vom SK Brünn in Empfang nehmen und die Kategoriepreise verteilten sich auf den Zwettler Raphael Grünsteidl (Elo 0-1399), den Groß Sieghartser Christian Weisgram (1400-1599), Lukas Sikora aus Brünn (1600-1799) und Ing. Robert Gattermayer SK Pöchlarn (1800-1999).

Um die acht Hauptpreise gab es bei diesem neunrundigen Turnier immer wieder Platzverschiebungen, bis dann doch der als Favorit gesetzte, elostärkste Spieler Ladislav Urbanec aus Tschechien als Sieger feststand. Der punktegleiche Litschauer Stefan Wagner wurde ebenbürtiger Zweiter, den dritten Stockerlplatz eroberte der für Zwettl spielende Brünner Miroslav Pakosta. Nur Rang vier für den Hamerlingsieger 2008 MK Martin Zwettler, schöner fünfter Platz für MK Hubert Koller aus Ybbs, noch vor dem St. Pöltner Fidemeister Karl Röhrl. Vaclav Fiala belegte Platz sieben und Zwettls Stammspieler in der Bundesligamannschaft Peter Stadler schnappte sich den achten Preis.

Der Sieger Ladislav Urbanec

Das Turnier leitete umsichtig und routiniert die internationale Schiedsrichterin Andrea Stadler, die nur wenig Grund zum Eingreifen hatte, unter Assistenz von ÖS Ing. Manfred Günther, der auch für die Computerbedienung verantwortlich zeichnete. Hier konnte auch NÖSV-Präsident SR HD Franz Modliba helfend eingreifen, wenn die Technik Mätzchen machte. Er gab auch den Startschuss für die Veranstaltung nach der Begrüßung durch Ehrenpräsident Dr. Anton Denk. Für den veranstaltenden Zwettler Schachklub bedankte sich Obmann Christian Schierhuber für die Teilnahme und verwies auf das Waldviertler Monsterereignis am 2. Oktober, bei dem neben den gesamten 2. Bundesliga Ost-Mannschaften mit Internet Live-Übertragung auch sämtliche Waldviertler Mannschaften antreten. Rund 180 Denksportler werden den Hamerlingsaal mit „lautlosem Kampfgetümmel“ bevölkern. 

KARL WAGNER

Der Zweite: MK Stefan Wagner

Der Dritte: Miroslav Pakosta

4. Platz: MK Martin Zwettler

5. Platz: MK Hubert Koller

6. Platz: FM Karl Röhrl

7. Platz: Vaclav Fiala

8. Platz: Peter Stadler

10. Platz: Vizepräsident Ing. Robert Gattermayer

Christian Weisgram

Raphael Grünsteidl

Patrick Schuh

DI Gerhard Illner

Schiedsrichterin, Andrea Stadler

Walter Graf, mit 90 Jahren der älteste Teilnehmer

MK Hubert Koller

Alois Gradinger

Annika Sprinzl

Pavel Svanda

Sponsoren und Preisgalerie

Fotos: Franz Modliba